Dem Heiligen Geist in die Hände spielen –
Entwicklungsschritte planen

Der Entwicklungsplan Pastoral (EPP) ist ein Leitfaden, der der Kirche am Ort zur Verfügung steht, um Entwicklung anzugehen. Er verbindet die geistliche und pastorale Dimension der Entwicklung mit der organisatorischen.

Der anstehende Entwicklungsprozess zielt nicht zuerst auf die Strukturen, sondern auf die pastorale Ausrichtung, die sich strukturell auswirken wird.

DIE ÜBERSICHT 1 + 2 ÜBER DEN ENTWICKLUNGSPLAN PASTORAL (EPP)
EINFÜHRENDES UND ORGANISATORISCHES
UNTERSTÜTZUNG IM PROZESS

Wenn das Prozessteam Kirche am Ort Unterstützung wünscht, wendet es sich an den für den Prozess beauftragten Dekanatsrferenten bzw. die Dekanatsreferentin. Der/die Dekanatsreferent/in ist Berater/in in allen Unterstützungsfragen.

Auch wenn in einer Seelsorgeeinheit noch kein Prozessteam gebildet ist, kann Beratung und Unterstützung beim Dekanatsreferenten/bei der Dekanatsreferentin angefordert werden.

Hier finden Sie:

Die Übersicht über die einzelnen Unterstützungssysteme und das Verfahren

Den Modus des Verfahrens in einer Graphik

Das Antragsformular für die Kirche am Ort erhalten Sie über die Dekanatsgeschäftsstelle, bzw. das Prozessteam des Dekanats.

 

PHASE 1 GEISTLICHE ERNEUERUNG UND PASTORALE AUSRICHTUNG

Zur Phase 1 gehört die Arbeitshilfe 1, die Sie HIER zum Download finden.

PHASE 2 PASTORALE PROFILIERUNG

Die Lebenswirklichkeiten aller Menschen
wahrnehmen – die unbekannten und die eigenen

Kirche lebt nicht aus sich selbst und nicht für sich selbst. Sie ist zu allen Menschen gesandt, ist Kirche für die Menschen und mit den Menschen. Entwicklung heißt, die Lebenswirklichkeiten der Menschen unserer Gesellschaft  wahrzunehmen, sich von ihren Erfahrungen berühren zu lassen und sie zu teilen. Kirche ist ein Teil dieser Gesellschaft.

Gott entdecken – im eigenen und im Leben aller Menschen

Das Leben der Menschen, ob sie zur Kirche gehören oder nicht, ihre Erfahrungen und Biographien, ihre Freude, Hoffnung, Trauer und Angst (GS 1) sind Orte der Gegenwart Gottes. Entwicklung heißt, das Evangelium im Leben der Menschen entdecken zu lernen und das Leben anhand der christlichen Tradition zu erschließen.

Helfend und heilend wirken

Kirche steht im Dienst der Menschen, besonders der Benachteiligten und der Menschen in Krisen. Im Vordergrund stehen das Interesse für den leidenden Menschen und das Bemühen, ihm beizustehen. Entwicklung heißt, achtsam und wirksam zu sein im Blick auf die Nöte der Menschen, auch der eigenen.

Spielräume schaffen für Aufbrüche

Viele Menschen suchen gegenwärtig eine lebbare Alltagsspiritualität, lebensnahe Gottesdienste, Impulse für ihr Fragen nach Sinn. Entwicklung heißt, diese Suche in innovativen Aufbrüchen aufzugreifen und zu unterstützen.
 

Pastoral planen: Schwerpunkte setzen –
Lücken zulassen – aufeinander verweisen –
Konkurrenzen abbauen und sich ergänzen

Die unterschiedlichen kirchlichen Orte profilieren sich unter Berücksichtigung ihres Auftrags, ihrer lokalen Aufgaben und Ressourcen. Sie zeigen Mut zur Lücke, ergänzen sich und verweisen aufeinander. Nicht mehr alle machen alles und insgesamt machen alle weniger. Entwicklung heißt, Pastoral konzeptionell und strategisch zu planen und auf Gottes Geist zu vertrauen.

Ein Netzwerk im Lebensraum bilden – innerkirchlich und über Kirchengrenzen hinaus

Kirchengemeinden und andere kirchliche Orte im Lebensraum bilden ein Netz der Zusammenarbeit und gegenseitigen Ergänzung. Das Netz verknüpft sich auch mit anderen Kirchen der Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchenund säkularen Organisationen. Entwicklung heißt, dieses Netzwerk aufzubauen, in dem alle geben und nehmen und gewinnen.

Pastoral und Verwaltung aufeinander abstimmen

Pastoral und Verwaltung sind so aufeinander abgestimmt, dass sie sich in ihrer spezifischen Kompetenz achten und synergetisch arbeiten. Entwicklung heißt, Verwaltungsstrukturen zu schaffen, die dem pastoralen Gesamtziel dienen.

 

Zur PHASE 2 gehört die ARBEITSHILFE 2, die Sie HIER zum Download finden.

PHASE 3 PASTORALE UMSETZUNG UND STRUKTURELLE KLÄRUNG

Das pastorale Profil entscheiden
- das Netzwerk sichern
- die Umsetzung weiterführen


Organisationsstruktur klären
Verwaltungsstrukturen vereinfachen
Leitungsgefüge und Delegationen klären

 

Bis Herbst 2019 sind Weichen gestellt und Entscheidungen getroffen.

Im Rahmen der Pastoralvisitation wird dem Dekan ein Prozessberichtvorgelegt
und vom Dekanat und Bischöflichen Ordinariat evaluiert.

Arbeitshilfe Pastoralvisitation

Vorlage Gliederung Abschlussbericht zur Pastoralvisitation
als pdf     als word

 
Probleme mit unserem "Akkordeon"? Die blauen Überschriften öffnen und schließen sich per Mausklick ...
 

... ein konkretes Beispiel: Neresheim

"Keiner hat den Schritt bereut"

Wie macht man aus sechs Kirchengemeinden eine Gesamtkirchengemeinde, in der jeder eigenständig bleibt?

In der November-Ausgabe von "berufen", dem Magazin des Päpstlichen Werkes für Geistliche Berufe in der Diözese Rottenburg-Stuttgart erzählen Pfarrer Adrian Warzecha, die Zweite Vorsitzende Judith Durner und Gesamtkirchenpfleger Georg Haas von den Chancen der Umstrukturierung.

... und hier geht es zur Gesamtausgabe von "berufen"