Aktuelles

Diözesane Förderung von Familienzentren ab Kindergartenjahr 2017/2018

PROFIL ERÖFFNET VIELFALT

Diözesane Förderung von Familienzentren ab Kindergartenjahr 2017/2018

Aufgrund der positiven und ermutigenden Ergebnisse zugunsten von Familien, die in der  Phase der Modellförderung von Familienzentren auf der Basis der diözesanen Konzeption „Familie im Zentrum – Familienzentrum“ von 2011 bis 2015 gesammelt wurden, erfolgte in 2016 die Entscheidung zu einer diözesanen Regelförderung für Familienzentren.

Familienzentren in der Diözese zeichnen sich dadurch aus, dass recht  unterschiedliche fachliche Perspektiven und Fähigkeiten zugunsten der Familien gebündelt und miteinander vernetzt werden sollen. Seit der Modellförderung ist deshalb die verbindliche Zusammenarbeit zwischen der Kirchengemeinde (Familienpastoral), der Caritas (Familienberatung) und der keb (Familienbildung) eine bewährte und unverzichtbare Grundvoraussetzung und ein wichtiger Beitrag zu einer erkennbaren Profilbildung für Familienzentren in der Diözese geworden.

Ein wichtiges Instrument sind dabei die in der Modellphase entwickelten Mindestanforderungen an Familienzentren in der Diözese. Die wenigen Mindestanforderungen bewirken ein erkennbares Profil und eröffnen zugleich einen weiten Spielraum, die Entwicklungen von Familienzentren in einem lebendigen Bezug zu den Herausforderungen des jeweiligen Sozialraums im Rahmen von „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten“ zu gestalten.

Für die Regelförderung von Familienzentren hat die Diözese für die (Kindergarten-)Jahre 2017 bis einschließlich 2021 insgesamt 2,5 Millionen  € im Diözesanhaushalt eingestellt. Damit ist für die nächsten fünf Jahre ein finanzieller Handlungsrahmen geschaffen, der – vorbehaltlich zukünftiger Haushaltsbeschlüsse – einen qualifizierten und tragfähigen Einstieg in eine Regelförderung von Familienzentren eröffnet.

Eckpunkte für die Regelförderung ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 

  • Antragsberechtigt sind alle katholischen Träger von Kindertagesstätten bzw. Familienzentren in der Diözese, die am Standort bereits den gesetzlichen Förderauftrag einer Kindertagesstätte zur Bildung, Betreuung und Erziehung des Kindes leisten.
  • Das Bewilligungsverfahren erfolgt auf der Basis einer Selbstbewertung bezüglich der Entwicklung des Familienzentrums, die durch ein Audit ergänzt wird. Die Kriterien für die Selbstbewertung und das Audit wurden aus der Rahmenkonzeption „Familie im Zentrum – Familienzentrum“ sowie aus den in der Modellphase entwickelten Mindestanforderungen und Musterprozessen abgeleitet und werden in einem Formular zur Selbstbewertung zur Verfügung gestellt.
  • Die Regelförderung ist auf 20.000,- € pro Jahr und Einrichtung für die jeweils definierte Laufzeit begrenzt.
  • Die Entscheidungen werden von einem Vergabeausschuss getroffen, der aus Vertreter/innen der Diözesankonferenz Familienzentren und des Diözesanrats besteht.
  • In einem Rhythmus von drei Jahren wird überprüft, ob die Bewilligung zur Regelförderung verlängert wird. Vorbehaltlich zukünftiger Haushaltsbeschlüsse ist die Grundlage für die Verlängerung wiederum eine mit einem Audit validierte Selbstbewertung.

Informationsveranstaltung und Antragsverfahren

Insbesondere Trägervertreter können sich auf der Informationsveranstaltung „Der Einstieg in die Regelförderung – Information und Austausch“ am

22. Juni 2017 im Bischof-Leiprecht-Zentrum

in 70597 Stuttgart, Jahnstrasse 32

zum Förderverfahren informieren. Eine Ausschreibung dieser Veranstaltung finden Sie auf der Website der Hauptabteilung Caritas unter caritas.drs.de im Menü: Kindergarten- Familienzentren (Downloadbereich). Dort finden Sie zudem die Broschüre „Profil eröffnet Vielfalt – von der Modellförderung zur Regelförderung“.  Die Broschüre macht den Zusammenhang zwischen den Mindestanforderungen, der geforderten Selbstbewertung und dem Audit transparent und beschreibt detailliert auch die einzelnen Schritte des Antragsverfahrens.  Ferner sind dort sämtliche Antragsformulare hinterlegt.

Termine und Fristen im Überblick

  • Gefördert wird ab dem Kindergartenjahr 2017/18.
  • Bis zum 31. Juli 2017 muss der vollständige Antrag (Antragsformular und Selbstbewertung) bei der Hauptabteilung Caritas eingegangen sein.
  • Es ist geplant, dass die Selbstbewertungen nach Absprache mit dem jeweiligen Träger im Zeitraum vom 11. bis 30. September 2017 auditiert werden.
  • Danach erhalten die antragsstellenden Träger den Auditbericht und können ihre Entscheidungen ggf. überprüfen bzw. ihren Antrag ergänzen. Der späteste Eingang eventueller Antragsergänzungen ist der 26. Oktober 2017.
  • Bis Ende 2017 sind die Anträge entschieden und die Bescheide zugestellt.

 

 Ute Niemann-Stahl

Hauptabteilung Caritas, Bischöfliches Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Zur Newsübersicht